Klischee


Klischee

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Kli|schee [kli'ʃe:], das; -s, -s:
eingefahrene, überkommene, in der Konvention befangene Vorstellung von etwas, die jmds. Denken beherrscht:
viele Menschen denken in Klischees.

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Kli|schee 〈n. 15
1. 〈Typ.〉 Druckplatte für Hochdruck; Sy Druckstock
2. 〈fig.; abwertend
2.1 Abklatsch, Nachbildung
2.2 banale, häufig idealisierte Vorstellung
2.3 abgegriffenes, schon zu oft gebrauchtes Wort
2.4 überkommene Vorstellung, Vorurteil
● in \Klischees sprechen 〈fig.〉 [<frz. cliché]

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Kli|schee , das; -s, -s [frz. cliché = Abklatsch, subst. 2. Part. von: clicher = abklatschen, urspr. wohl lautm.]:
1. (Druckw. Jargon) Druckstock.
2. (bildungsspr. abwertend)
a) unschöpferische Nachbildung; Abklatsch:
der Roman enthält eine Unzahl literarischer -s;
b) eingefahrene, überkommene Vorstellung:
das K. einer bürgerlichen Ehe;
in -s denken;
c) abgegriffene Redensart, Redewendung:
in -s reden.

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Klischee
 
[französisch cliché »Abklatsch«] das, -s/-s,  
 1) bildungssprachlich für: unschöpferische Nachbildung; eingefahrene, überkommene Vorstellung.
 
 2) Drucktechnik: falsche, jedoch noch häufig gebrauchte Bezeichnung für sämtliche Arten von Hochdruckplatten und Druckstöcken. Eigentlich ist Klischee lediglich zutreffend für Druckstockabformungen, z. B. Stereos, nicht aber für Originaldruckplatten.
 

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Kli|schee, das; -s, -s [frz. cliché = Abklatsch, billige Nachahmung, subst. 2. Part. von: clicher = abklatschen, urspr. wohl lautm.]: 1. (Druckw. Jargon) Druckstock: Für den Hofbuchdrucker Wittich zum Beispiel entwickelte er (= der Kanzleirat und Erfinder J. W. Pfnor) das »Klischee«, einen Druckstock zur Vervielfältigung von Holzschnitten durch einen Metallguss (Darmstädter Echo 8. 1. 99, 13). 2. (bildungsspr. abwertend) a) unschöpferische Nachbildung; Abklatsch: der Roman enthält eine Unzahl literarischer -s; b) eingefahrene, überkommene Vorstellung: das K. einer gutbürgerlichen Ehe; in -s denken; Wir vermuten, dass die Jungen hier dem weit verbreiteten K. aufsitzen, Homosexualität sei so etwas wie eine angeborene Krankheit (Schmidt, Strichjungengespräche 145); Man spürt, die Stadt (= Eisenach) zehrt nicht nur von romantischen -s, sondern lebt (Berger, Augenblick 89); c) abgegriffene Redensart, Redewendung: in -s reden; Geradezu erstaunlich ist Klaus Manns hartnäckige Vorliebe für gängige Wendungen, für -s (Reich-Ranicki, Th. Mann 214); Da die „tonangebende“ Schicht der DDR-Funktionäre aus der sowjetischen Emigration heimkehrte, ist natürlich die offizielle Parteisprache von gewissen -s durchsetzt, die direkt aus dem Russischen übernommen wurden (Raddatz, Traditionen I, 13).

Universal-Lexikon. 2012.


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